Germanen nach Lippe

 

Varusjubiläum: Neue Ideen im Gespräch

 

Kreis Lippe (te). Nachdem die Stadt Osnabrück angekündigt hat, sich als Mitveranstalter des "Varusjubiläums" im Jahr 2009 zum großen Teil zurückzuziehen, denken die verbliebenen Partner über eine Neustrukturierung der Ausstellungsthemen nach. Landrat Friedel Heuwinkel und Landesverbandsvorsteher Joachim Bünemann wollen versuchen, das Thema "Germanen" als größeren Schwerpunkt in die lippische Schau aufzunehmen.

"Mit einer offiziellen Stellungnahme aus Osnabrück können wir wohl erst nach der dortigen Ratssitzung am 7. Dezember rechnen", stellte Heuwinkel klar. Sollte der Rückzug dann endgültig sein, werde man sich in Absprache mit den Partnern Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landkreis Osnabrück darum bemühen, das Germanen-Thema verstärkt in Lippe zu behandeln. Schließlich seien es die hier im Weserbergland ansässigen Cherusker gewesen, die die Hauptlast der Kämpfe mit den Römern getragen hätten, so Heuwinkel. "Wir sind massiv an diesem Aspekt interessiert", sagte Bünemann gestern.

 

Der Osnabrücker Rückzug stelle die Detmolder Planungen nicht auf den Kopf. Es gebe Anknüpfungspunkte im Konzept der Detmolder Ausstellung, die sich unter dem Arbeitstitel "Mythos Varusschlacht" auch mit germanischer Kultur und Alltagsleben sowie römisch-germanischen Beziehungen beschäftigen soll, verdeutlichte Dr. Elke Treude vom Lippischen Landesmuseum. "Wir werden gemeinsam darüber beraten, wie das Thema sinnvoll auf die übrigen Partner aufgeteilt werden kann", so die Museumskustodin.

 

Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Stadt sei der Ausstieg Osnabrücks mehr als verständlich, aber dennoch ein Verlust für die überregionale Ausstellungsgemeinschaft, teilte Heuwinkel mit..."

 

Lippische Landeszeitung vom 24.11.2004