Zeitung: Neuer Hinweis zum möglichen Ort der Varusschlacht
Zwei Jahre vor den Feierlichkeiten zum Jubiläum »2000 Jahre Varusschlacht« gibt es offenbar immer mehr Belege, dass die Schlacht im Teutoburger Wald nicht in Kalkriese bei Osnabrück stattgefunden hat. Das berichtet das Bielefelder «Westfalen-Blatt» (Donnerstagausgabe).
(...) Zwei Jahre vor den Feierlichkeiten zum Jubiläum »2000 Jahre Varusschlacht« gibt es offenbar immer mehr Belege, dass die Schlacht im Teutoburger Wald nicht in Kalkriese bei Osnabrück stattgefunden hat. Das berichtet das Bielefelder «Westfalen-Blatt» (Donnerstagausgabe).
Bereits 1992 sei in Kalkriese das Schutzblech einer Schwertscheide aus Bronze gefunden worden, das die Inschrift LPA trägt, die Abkürzung für «Legio Prima Augusta». Diese I. Legion Germanica griff aber erst 14 bis 16 nach Christus in die Kämpfe ein, schreibt die Zeitung. Im Jahre 9 nach Christus, dem Jahr der Varusschlacht, befand sich diese Legion in Mainz, heißt es in dem Bericht.
»Es ist skandalös, dass ein Fund aus dem Jahr 1992, dessen Interpretation durch eine ausländische Expertin seit 1996 feststeht, erst jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird,« sagte der Hamburger Universitäts-Professor Siegfried G. Schoppe dem «Westfalen-Blatt».
Erst jetzt habe Professor Rainer Wiegels (Uni Osnabrück) in einem neuen Band »Römische Präsenz und Herrschaft im Germanien der augusteischen Zeit« zugegeben, dass ihm seine spanische Kollegin Paz Gracia-Bellido bereits 1996 vermittelte, dass es sich eindeutig um die Abkürzung einer Legion handelte, die mit der Varusschlacht nichts zu tun hat.(...).