Buchtitel: Die Schlacht – Plausible Gründe zur Varuskatastrophe in Ostwestfalen-Lippe

Hrsg.:  Prof. Dr. Wolfgang Schlüter und Realschullehrer i. R. Wolfgang Lippek

 Die Autoren sind Privatgelehrte im besten Sinne. Vertreten sind: Juristen, Mathematiker, Astrophysiker, Altphilologen, Wirtschaftswissenschaftler, Pädagogen, Geographen und Historiker. Sie sehen sich unabhängig von Tourismusförderung, den geistigen Hierarchien des Wissenschaftsbetriebes und politischen Strömungen. 

Die Autoren betrachten das Buch als einen informativen und notwendigen Beitrag zur zweitausendjährigen Wiederkehr der kriegerischen Auseinandersetzung des Arminius mit Varus im Jahre 9 n. Chr. in unserem Lebensraum.

Der Herausgeber Prof. Dr. Wolfgang Schlüter ist mit zwei Aufsätzen vertreten. Er beschäftigt sich zum einen mit der Gliederung und Marschtaktik des römischen Heeres als Voraussetzung für das Kampfgeschehen. 

Bei der Varuskatastrophe handelt es sich um eine Reihe von Begegnungsgefechte über mehrere Tage, bei denen die Germanen die Römer überfielen - eine eigentliche Schlacht scheidet hier aus. Der Kampf endete in einer Kesselschlacht - „… so umzingelten die Germanen … die Römer und streckten sie nieder …“ (Dio, 56,21,5).

In seinem zweiten Aufsatz befasst sich Schlüter mit der Bedeutung und dem Mythos der Varusniederlage für die Entwicklung Germaniens und des nördlichen Europas insgesamt.

 In einem grundlegenden Aufsatz verlegt der Herausgeber Wolfgang Lippek mit plausiblen Gründen - unter Beachtung des archäologischen Grundgesetzes - die berühmteste Schlacht des Arminius wieder in die Region Ostwestfalen-Lippe. Aus gegebenem Anlass überprüft er noch einmal die Glaubwürdigkeit historischer Berichte über römische Funde auf dem Winnfeld. In seinem Münzaufsatz: 

Inhaltliche Strukturanalyse der Denarkomplexe von Haltern und Kalkriese … widerlegt er die „Kalkrieser These“. Lippek erweitert seine numismatischen Untersuchungen durch Betrachtung der Bronzemünzen von Kalkriese.

 Der pensionierte Oberstudiendirektor des Leopoldinums in Detmold, Dr. Hans-Peter Fink, befasst sich mit den Aussagen antiker Schriftsteller zu dem Geschehen. Er analysiert insbesondere den Bericht des Tacitus (Annalen, I, 60, 3). Hier findet er die glaubwürdigste und völlig ausreichende Lokalisierungsmöglichkeit zur Varusniederlage.   

Kritisch und methodologisch einwandfrei setzt sich Prof. Dr. Schoppe, Universität Hamburg, Fachgebiet: Wissenschaftliche Methodenlehre, mit der bisherigen Darstellung der „Kalkrieser These“ auseinander. Er weist zahlreiche Methodenverstöße nach, die die Theorie, dass die Varuskatastrophe in Kalkriese stattgefunden habe, hinreichend widerlegt. 

Der Astrophysiker Prof. Dr. Wolfhard Schlosser bereichert das Jubiläumsjahr mit spannenden Ausführungen. „Sonne, Mond und Sterne zur Varusniederlage - eine Astronomie der Zeiten- wende“. Selbst astronomische Details zum Kreis Lippe finden sich in seinem Aufsatz. 

Der Historiker Frank Böning befasst sich mit der Geostrategie der Römer um die Zeitenwende, die die Varusniederlage in einen größeren Zusammenhang stellt.

 Der Autor Gerhard Steinborn spannt den Bogen zwischen den Berichten der Römer und Griechen über die Germanen bis hin zu den Ergebnissen moderner Spatenforschung in Ostwestfalen-Lippe und angrenzenden Gebieten. 

Dr. Stephan A. Schoppe und Christian M. Schoppe, MBA, beleuchten die umstrittene Person des Gaius Iulius Caesar Germanicus. Mit seinen acht Legionen versuchte er in den Jahren 14 bis 16 n. Chr. die Gebiete östlich des Rheins bis zur Weser bzw. bis zur Elbe zu erobern.


Erscheinung: November 2008
260 Seiten, Festeinband
ISBN-Nr. 978-3-9806268-6-6
EUR: 19,95.

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